
Ein Krankenhausaufenthalt bringt oft vieles mit sich, woran Sie denken müssen – besonders, wenn er unerwartet kommt. Wenn Sie ein paar vertraute Dinge einpacken und wichtige Informationen leicht auffindbar machen, kann sich Ihr Angehöriger wohler fühlen und das Personal kann besser auf seine Bedürfnisse eingehen.
Nutzen Sie diese Liste als allgemeine Orientierung, nicht als starre Vorgabe. Krankenhäuser haben unterschiedliche Regeln, und bei einer Notaufnahme bleibt möglicherweise nur wenig Zeit zum Packen. Falls das Krankenhaus Ihnen Anweisungen geschickt hat, richten Sie sich zuerst danach. Die Packliste für den Krankenhausaufenthalt zum Ausdrucken hilft Ihnen, den Überblick über die eingepackten Dinge zu behalten.
Beginnen Sie mit dem Wichtigsten
Klären Sie vor dem Packen, ob der Aufenthalt geplant oder dringend ist, wie lange er voraussichtlich dauert und ob das Krankenhaus Sie gebeten hat, bestimmte Dinge mitzubringen. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Hilfsmittel, Medikamente oder Wertsachen mitbringen sollen, rufen Sie nach Möglichkeit auf der Station oder bei der Aufnahme an.
Packen Sie die Dinge in eine Tasche, die sich leicht tragen lässt. Bewahren Sie Unterlagen und Informationen zu Medikamenten zusammen in einer deutlich beschrifteten Mappe oder einem Beutel auf. Verstauen Sie Alltagsgegenstände so, dass Ihr Angehöriger oder die Person, die ihn unterstützt, sie leicht finden kann. Eine kurze Checkliste in der Tasche erleichtert das erneute Packen, wenn es Zeit ist, nach Hause zu gehen.
Kleidung und Schuhe
Wählen Sie bequeme Kleidung, die sich leicht an- und ausziehen lässt. Krankenhauskleidung wird möglicherweise gestellt. Persönliche Kleidung kann jedoch nützlich sein, wenn das Personal sie für geeignet hält und Ihr Angehöriger sie bevorzugt.
Packen Sie zum Beispiel Folgendes ein:
- Einige Wechselgarnituren aus lockerer, bequemer Kleidung, etwa Oberteile und Hosen oder Nachtwäsche.
- Unterwäsche und Socken; bei einem längeren Aufenthalt auch zusätzliche Stücke.
- Einen Morgenmantel oder eine Strickjacke zum Wärmen, sofern erlaubt.
- Gut sitzende, rutschfeste Schuhe, die sich leicht an- und ausziehen lassen.
- Ein Kleidungsset für den Heimweg, einschließlich wettergerechter Oberbekleidung.
Packen Sie nicht mehr ein als nötig. Der Platz kann begrenzt sein, und bei vielen Gegenständen ist es schwieriger, den Überblick über die persönlichen Sachen zu behalten. Fragen Sie das Personal, bevor Sie besondere Kleidung oder Schuhe mitbringen, die die Pflege beeinträchtigen könnten.
Pflegeprodukte und Dinge für den täglichen Gebrauch
Packen Sie nach Möglichkeit vertraute Pflegeprodukte in kleine, deutlich beschriftete Behälter. Nützlich sein können zum Beispiel Zahnbürste und Zahnpasta, Haarbürste oder Kamm, Deodorant, Feuchtigkeitscreme, Rasierutensilien und Taschentücher. Auch ein Zahnprothesenbecher oder -etui kann hilfreich sein.
Fragen Sie im Krankenhaus nach, bevor Sie Dinge mitbringen, die auf der Station ungeeignet sein könnten, etwa Sprays, Glasbehälter, Elektrogeräte oder stark duftende Produkte. Wenn Ihr Angehöriger eine Mobilitätshilfe oder andere persönliche Hilfsmittel verwendet, fragen Sie das Team, ob Sie diese mitbringen sollten und wie sie aufbewahrt werden müssen.
Informationen zu Medikamenten und Gesundheitsunterlagen
Bringen Sie eine aktuelle Liste aller Medikamente mit, die Ihr Angehöriger einnimmt, darunter verschreibungspflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel. Notieren Sie die Namen und, falls bekannt, wie und wann die einzelnen Mittel üblicherweise eingenommen werden. Vermerken Sie Allergien oder frühere Reaktionen und ergänzen Sie bei Bedarf Namen und Kontaktdaten der üblichen Apotheke oder der verschreibenden Stelle.
Eine Liste hilft dem Personal, die richtigen Fragen zu stellen, ersetzt aber nicht die eigenen Kontrollen des Teams. Gehen Sie nicht davon aus, dass Medikamente von zu Hause während des Aufenthalts eingenommen oder verabreicht werden sollen: Befolgen Sie die Anweisungen des Krankenhausteams. Wenn das Personal die Medikamentenbehälter anfordert, bringen Sie sie nach Möglichkeit in der Originalverpackung mit. Bewahren Sie Medikamente sicher auf und geben Sie sie wie angewiesen ab.
Weitere hilfreiche Informationen können sein:
- Die vom Krankenhaus angeforderten Ausweisdokumente und Aufnahmeunterlagen.
- Relevante Gesundheitsunterlagen oder eine kurze Übersicht über wichtige Erkrankungen, Eingriffe und Allergien.
- Kontaktdaten von Familienangehörigen, der üblichen Arztpraxis oder anderen Betreuungskräften.
- Alle Unterlagen, um die das Krankenhaus Sie ausdrücklich gebeten hat.
Die Zusammenfassung der Krankengeschichte bietet Platz, um wichtige Gesundheitsinformationen zusammenzustellen. Halten Sie die Angaben aktuell und sorgen Sie dafür, dass sie leicht zu finden sind und nicht ganz unten in der Tasche liegen.
Brillen, Hörgeräte und Zahnprothesen beschriften
Brillen, Hörgeräte und Zahnprothesen helfen dabei, mit anderen in Kontakt zu bleiben und sich wohlzufühlen. Bei einem hektischen Krankenhausaufenthalt können kleine Gegenstände jedoch leicht verlegt werden. Beschriften Sie die Etuis mit dem Namen Ihres Angehörigen und gegebenenfalls einer Telefonnummer. Fragen Sie das Personal, wie die Geräte sicher aufbewahrt und geladen werden sollen, und bringen Sie das benötigte Ladegerät oder Batterien mit, sofern das Krankenhaus dies erlaubt.
Informieren Sie das Personal darüber, welche Hilfsmittel Ihr Angehöriger verwendet und wo sie aufbewahrt werden. Ein Etui für das Hörgerät, ein Brillenetui und ein Zahnprothesenbehälter helfen dabei, die Gegenstände zusammenzuhalten, wenn sie gerade nicht benutzt werden. Legen Sie lose Geräte nicht auf Bettzeug oder Essenstabletts, wo sie übersehen werden könnten.
Dinge zum Wohlfühlen und Hinweise für das Personal
Ein vertrauter, waschbarer Gegenstand – etwa ein kleines Foto, ein Lieblingsbuch oder ein weicher Schal – kann dazu beitragen, dass sich ein fremdes Zimmer vertrauter anfühlt. Fragen Sie auf der Station nach, bevor Sie etwas Wertvolles, Sperriges oder schwer zu Reinigendes mitbringen. Beschriften Sie persönliche Gegenstände nach Möglichkeit mit dem Namen der Person.
Geben Sie praktische Informationen weiter, die dem Personal helfen, Ihren Angehörigen als individuelle Person zu unterstützen. Notieren Sie zum Beispiel den bevorzugten Namen, die Art der Kommunikation, was der Person Sicherheit gibt, ihren üblichen Tagesablauf, wichtige kulturelle oder religiöse Wünsche und wie sie mit Hör-, Seh- oder Mobilitätseinschränkungen umgeht. Erwähnen Sie, wenn sie eine dolmetschende oder anderweitige Kommunikationshilfe benötigt.
Das Profil „Alles über mich“ bietet eine einfache Möglichkeit, diese Hinweise zusammenzustellen. Geben Sie es dem Personal und fragen Sie, wo es aufbewahrt werden soll. Nehmen Sie nur Informationen auf, die Ihr Angehöriger teilen möchte, und aktualisieren Sie sie, wenn sich Wünsche oder Bedürfnisse ändern.
Was Sie zu Hause lassen sollten
Lassen Sie Wertsachen und unersetzliche Gegenstände zu Hause, sofern das Krankenhaus nicht ausdrücklich darum bittet. Dazu gehören Schmuck, größere Bargeldbeträge, teure Elektronikgeräte und persönliche Erinnerungsstücke, die sich nur schwer ersetzen ließen. Beschränken Sie Taschen und andere persönliche Gegenstände auf eine gut handhabbare Menge. Bringen Sie keine Speisen oder Getränke mit, ohne vorher nachzufragen, da das Krankenhaus möglicherweise entsprechende Anweisungen für Ihren Angehörigen hat.
Wenn Sie ein Telefon, Tablet oder ein anderes Gerät mitbringen, beschriften Sie es und erkundigen Sie sich nach den Regeln der Station zum Laden und Benutzen. Sorgen Sie nach Möglichkeit dafür, dass ein Familienmitglied weiß, was mitgebracht wurde, und die Verantwortung für die persönlichen Gegenstände übernimmt.
Kurze Checkliste vor dem Aufbruch
- Anweisungen zur Krankenhausaufnahme und angeforderte Unterlagen
- Aktuelle Medikamentenliste, Informationen zu Allergien und relevante Gesundheitsübersicht
- Bequeme Kleidung, Nachtwäsche, Unterwäsche und geeignetes Schuhwerk
- Grundlegende Toilettenartikel und alle erlaubten Körperpflegeartikel
- Beschriftete Brille, Hörgeräte, Zahnprothese sowie deren Etuis oder Zubehör
- Kontaktdaten der Familie und der zuständigen Pflege- und Betreuungskräfte
- Eine kurze Notiz zu Kommunikation, Routinen und persönlichen Vorlieben
- Ein oder zwei erlaubte vertraute Gegenstände
- Eine beschriftete Tasche; Wertsachen sollten zu Hause bleiben
Packen Sie bei einem geplanten Krankenhausaufenthalt im Voraus und erkundigen Sie sich, was das Krankenhaus benötigt. Bei einer dringenden Fahrt nehmen Sie mit, was Sie sicher zusammensuchen können. Verzögern Sie die Suche nach einzelnen Gegenständen nicht, wenn dadurch Hilfe später eintrifft. Das Behandlungsteam kann Ihnen erklären, was benötigt wird, sobald Ihre angehörige Person angekommen ist. Allgemeine Hinweise zur Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt und zur Unterstützung einer älteren Person währenddessen finden Sie in den Hinweisen des NHS zum Krankenhausaufenthalt und in den Tipps des US-amerikanischen National Institute on Aging zu Krankenhausaufenthalten für ältere Menschen und pflegende Angehörige.
Quellen
- Going into hospital — NHS
- Hospitalization: Tips for Older People and Caregivers — National Institute on Aging
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